Per Januar 2016 wurde die Datenbank ANIS in Amicus überführt

Die Hundedatenbank ANIS ist per Januar 2016 durch die Datenbank Amicus www.amicus.ch abgelöst worden.

Das bedeutet für bereits bei der ANIS registrierte Hundehalter, dass ihre Daten automatisch von der alten Datenbank per Januar 2016 in Amicus überführt wurden. Die Benutzung von Amicus erfolgt mit den bestehenden Logindaten für ANIS. Diese Logindaten sind auf der Registrierungsbestätigung von ANIS vermerkt.

Ich empfehle allen Hundehaltern, sich bei Amicus einzuloggen und die Daten zu überprüfen. Es können immer wieder Unstimmigkeiten auftreten bei einem solchen Transfer.

Neu können Hundehalter nur noch ihre E-Mail-Adresse, Telefonnummer, die Abgabe des Hundes oder dessen Tod selber in der Datenbank bearbeiten. Die übrigen Angaben wie Name, Vorname, Adresse usw. werden zukünftig von der Gemeinde geändert, in welcher die Hundehalter gemeldet sind.

Für Änderungen der Hundedaten ist zukünftig der Tierarzt zuständig.

Ersthundehalter müssen sich bei der Wohngemeinde auf Amicus registrieren lassen. Die Benutzerdaten und das entsprechende Passwort für Amicus werden ihnen per Post zugestellt. Damit der Hund nach dem Chippen bzw. der Hundehalter bei Amicus registriert werden können, müssen die Zugangsdaten von Amicus unbedingt beim Tierarztbesuch mitgenommen werden.


Müssen sich alle Hunde mögen?

Eine Gesellschaftsumfrage würde sicher ein eindeutiges Ja ergeben. Und nicht nur, dass sich alle untereinander mögen sollen, sondern sie sollen auch alles andere, was es noch in ihrem Lebensraum gibt, ohne Probleme akzeptieren. Ich möchte hier kurz aufzählen, was heute so von Hunden verlangt wird:

- keine jagdlichen Ambitionen zeigen

- kein Verteidigen vom „eigenem“ Garten, Haus, Wohnung (Territorialverhalten)

- kein Verteidigen von Spielzeug, Futter, Menschen usw. (Ressourcenverteidigung)

- Kindergeschrei, ohne mit der Wimper zu zucken, ertragen

- Jogger, Reiter, Radfahrer usw. nicht als Beute ansehen, d.h. ja nicht 2 bis 3 Schritte
  rennen

- Sich bei jeder Begegnung mit Menschen schön artig hinsetzen und ruhig sein, auch
  wenn der Hund direkt angesprochen wird

- Bei Hundebegegnungen immer freundlich sein mit dem anderen Hund, ob er nun
  ein bekannter oder unbekannter Artgenosse ist. Auch heisst es freundlich bleiben,
  wenn durch die Leine die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist

- Nie Bellen oder Knurren

- In den öffentlichen Verkehrsmitteln ruhig in der hintersten Ecke liegen, auch wenn
  die Menschen auf die Pfoten oder den Schwanz treten. Schliesslich bezahlt der
  Hund ja nur die Hälfte des Preises.

Es gäbe sicher noch das eine oder andere zu ergänzen. Doch allein schon anhand dieser Punkte ist ersichtlich, dass Hunden in der heutigen Zeit eine eigene Individualität abgesprochen wird. Hunde sollen gefälligst funktionieren, und das noch zuverlässiger als ein Computer oder Handy, welche hin und wieder auch so ihre „Abstürze“ haben.

Hund sind jedoch wie wir Lebewesen mit ihrem eigenen Charakter. Akzeptieren Sie es, wenn Ihr Hund den einen oder anderen Artgenossen nicht mag. Schliesslich haben Sie sicher auch Menschen in Ihrem Umfeld, denen Sie lieber ausweichen, um ein Gespräch zu vermeiden. Haben Sie schon mal drauf geachtet, ob Ihr Hund allenfalls den Hund nicht mag, von welchem Sie den Halter auch nicht gerade zu Ihren Freunden zählen würden?

Achten Sie beim nächsten Spaziergang mit Ihrem Hund einfach darauf, wie er bei Hundebegegnungen reagiert. Erlauben Sie ihm auszuweichen, egal welch grossen Bogen er um den anderen Hund macht. Ist Ihr Hund an der Leine und zeigt ganz klar an, dass er die Distanz zu dem anderen Hund vergrössern möchte, dann machen Sie dies ganz selbstverständlich zusammen mit Ihrem Hund. Das signalisiert ihm, dass er sich auf Sie verlassen kann.

Und ganz wichtig, lassen Sie sich durch den Satz: „Was? Ihr Hund kommt nicht mit allen Hunden klar?“, nicht verunsichern. Wie auch wir Menschen nicht mit allen auskommen, so ist es auch bei Hunden bzw. allen anderen Lebewesen. Sind Sie auf einem rege besuchten Hundegelände unterwegs, achten Sie auf Ihre Hund, unterstützen Sie ihn, wenn nötig, oder verlassen Sie ganz den Ort, wenn Sie merken, es ist zu anstrengend für ihn. Seien Sie Ihrem Hund ein zuverlässiger Partner, und Sie werden staunen, wie sich Ihre Bindung noch mehr verstärkt.

Hunde sollen ihre Charaktereigenschaften/Individualität leben dürfen, solange sie keine Gefahr oder Belästigung für die Umwelt sind. So macht das Leben nicht nur dem Hund mehr Freude, sondern auch Ihnen, wenn Sie Ihren Hund als Lebewesen mit seinen Stärken und kleinen Schwächen annehmen und hinter ihm stehen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spass beim nächsten Spaziergang und den damit verbundenen Hunde- wie auch Menschenbegegnungen.

 

Grundregeln für ein entspanntes Zusammenleben zwischen Hund und Mensch

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, welche tagtäglich die Regeln des Zusammenlebens zwischen Hund und Mensch bzw. unserer Gesellschaft wie ganz selbstverständlich umsetzen. Denn nicht jeder Reiter, Jogger oder Biker mag es, wenn ihm ein bellender Hund hinterherjagt. Obwohl das dazugehörende „Frauchen“ oder „Herrchen“ ruft: „Der Hund ist ganz lieb und will nur spielen“.

Auch gibt es Hunde, die an der Leine geführt werden, weil sie krank oder läufig sind, und deshalb eine Begrüssung an der Leine nicht erwünscht ist. Oder, ganz simpel, Hunde, welche es einfach nicht mögen, wenn sie an der Leine sind und ihnen einen anderer Hund zu nahe kommt.

Hier nochmals kurz die wichtigsten Grundregeln:

Der Hund wird grundsätzlich in folgenden Situationen an der Leine geführt:
- der andere Hund ist auch angeleint
- Kinder sind in der Nähe und/oder rennen herum
- an öffentlichen Orten (Restaurant, Bahnhof, Parkanlagen, Schulhäusern usw.)
- bei Jagdverhalten
- bei unzuverlässigem Abruf
- in der Dunkelheit
- in Wohnquartieren
- in unübersichtlichen Geländen

Während der „Setz- und Brutzeit“ (meistens Anfangs April bis Ende Juli à siehe die jeweiligen kantonalen Bestimmungen) gehört der Hund an die Leine (Schleppleine) wenn:
- kein zuverlässiger Rückruf vorhanden ist
- eine gesetzliche Leinenpflicht besteht für diese Zeit

Hunde gehören während der Vegetationszeit weder ins hohe Gras noch ins Ackerland

Beim Freilauf ist der Hund in Sicht- und Abrufweite

Der Kot wird zusammengenommen und korrekt entsorgt

Kommt es trotz allem zu einem Konflikt zwischen Hund/Hund oder Hund/Mensch, wird dieser höflich geregelt. Bei allfälligen Verletzungen – egal ob bei Mensch oder Hund – werden die Adressen getauscht zwecks evtl. Kostenaufteilung, weiterer Abklärungen usw.

Mit diesen wenigen und für mich selbstverständlichen Grundregeln steht einem friedlichen Zusammenleben nichts mehr im Wege. Ich wünsche allen weiterhin viele schöne, erholsame und freudvolle Spaziergänge.

 

Setz- und Brutzeit

Das wunderbare Wetter sowie die traumhaften Farben in der Natur verleiten einem schon seit einigen Wochen zu längeren Spaziergängen mit unseren Vierbeinern. Das fröhliche Balzsingen der Vögel, das Quaken der Frösche, das Zirpen der Grillen, einfach pure Lebensfreude oder, anders gesagt, die Frühlingsgefühle sind erwacht.

Wie die Überschrift sagt, hat seit April wieder die Setz- und Brutzeit begonnen. Die Vögel brüten ihren Nachwuchs aus und die Wildtiere im Wald ziehen ihre Jungtiere auf.

Bitte bleiben Sie sowie Ihr Vierbeiner während dieser Zeit, d.h. von April - Juni/Juli, auf den vorgegebenen Wald- und Wiesenwegen. Noch besser ist es, wenn Sie Ihren Hund während dieser Zeit an der Schleppleine führen, wenn Sie einen Waldspaziergang machen oder entlang von Wiesen mit hohem Gras gehen. (Achtung: In einigen Kantonen gilt die Leinenpflicht während dieser Zeit (siehe Link). Damit will ich nicht sagen, dass jeder Vierbeiner jagt. Doch es gibt Situationen, in welchen der best erzogenste Hund einem Wildtier nachjagt. Was für den Hund eine Ausschüttung von Glückshormonen bedeutet und somit selbstbelohnend ist, ist für das Wildtier der pure Stress, welcher zum Tode führen kann. Und das will sicher niemand von Ihnen verantworten.

Also, nutzen Sie die Gelegenheit und üben Sie wieder einmal das Schleppleinentraining. Denn auch mit einer Schleppleine kann Ihr Vierbeiner einen zufriedenen und ausgelasteten Spaziergang geniessen.

Nun wünsche ich Ihnen allen eine entspannte Setz- und Brutzeit und vielen Dank für Ihr Verständnis gegenüber den Wildtieren.

Dieser Link zeigt Ihnen, wie die einzelnen Kantone die Setz- und Brutzeit geregelt haben betr. Leinenpflicht usw.

www.tierimrecht.org/de/news/2014/04/Leinenpflicht.php

Bei Fragen zum Schleppleinentraining und wie der Hund trotzdem ausgelastet werden kann, helfe ich Ihnen sehr gerne weiter.

 

Der Frühling kommt - und mit ihm die Zecken!

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und das frühlingshafte Gezwitscher der Vögel lassen sicher auch Sie bereits jetzt von ausgedehnten Spaziergängen durch Wiesen und Wälder träumen. Doch leider kommen mit den wärmeren Temperaturen auch wieder die Zecken in den Wäldern und dichten Gestrüppen zum Vorschein! Obwohl sich die Zecken bei Temperaturen zwischen 17 - 20 Grad Celsius am wohlsten fühlen, sind sie bereits ab 10 Grad Celsius aktiv!

Beginnen Sie deshalb früh genug, Ihren Hund vor Zeckenbissen und den so übertragbaren Krankheiten wie zum Beispiel Borreliose, Frühsommer-Menzingoenzephalitis und Babesiose, zu schützen! Am besten Fragen Sie Ihren Tierarzt, was für Ihren Vierbeiner geeignet ist bzw. zu welchem Produkt er Ihnen raten würde.

Selbstverständlich gibt es auch homöopathische Mittel, welche dem Hund verabreicht werden können. Denken Sie jedoch daran, dass diese Mittel über einen längeren Zeitraum gegeben werden müssen, bis sie eine entsprechende Wirkung zeigen. In Apotheken, welche auch alternative Heilmittel anbieten, wird man Sie sicher gerne beraten.

Nun wünsche ich allen einen wunderbaren Frühlingsanfang und hoffe, dass Sie und Ihre Vierbeiner nicht allzu vielen Zecken begegnen bzw. die Möglichkeit haben, stark befallene „Zeckengebiete“ zu meiden.

 

Der Winter steht vor der Tür!

Bereits hat sich der Winter in diesem Jahr zum ersten Mal bis in unsere Tiefen vorgewagt. Dies veranlasst mich dazu, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass vor allem in dieser Jahreszeit die Hundepfoten eine spezielle Pflege brauchen.

Damit die Pfoten schon vor dem Spaziergehen einen Schutz erhalten, können Sie sie zum Beispiel mit einer dicken Schicht Vaseline einschmieren (Aber Achtung: Wenn Sie in der Wohnung einen Laminat- oder Steinboden haben, bitte Pfoten erst draussen einschmieren, so dass sich der Hund keine Verletzung einholt durch das Rutschen auf diesen Böden!). Durch die fetthaltige Vaseline sind die Pfoten für eine gewisse Zeit vor dem Streusalz geschützt. Auch bleibt der Schnee nicht an den Haaren zwischen den Zehen hängen.

Sind Sie jedoch eine längere Zeit unterwegs mit Ihrem Hund, dann vermeiden Sie so gut wie möglich Strassen und Wege, welche mit Streusalz versehen sind. Der kleinste Riss in der Pfotenballe kann durch das Eindringen von Streusalz dem Hund solche Schmerzen bereiten, dass er nicht mehr weitergehen will. Sollten Sie doch einmal gezwungen sein, eine längere Strecke auf gesalzenen Strassen zu gehen, so können Sie die Hundepfoten mit entsprechenden Hundeschuhen schützen, welche Sie in allen grösseren Tierläden kaufen können.

Nach der Heimkehr von einem schönen Spaziergang im Schnee, sollten die Hundepfoten mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden, damit auch wirklich keine Salzrückstände zurückbleiben. Sind die Pfoten wieder schön trocken, massiere ich bei meiner Hündin jeweils nochmals etwas Vaseline in die Hundeballen. So sind die Pfoten nicht nur bereits für das nächste Schneeabenteuer vorbereitet, sondern es ist gleichzeitig auch eine tolle Entspannungsübung für unsere Hundedame.

Und nun wünsche ich Ihnen und Ihren Vierbeinern einen wunderschönen Winter.